
Töpfern - eine der ältesten Kulturtechniken der Menschheit überhaupt, erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Ob Gefäß oder abstrakte Form, ob frei aufgebaut oder an der Töpferscheibe gedreht, ob handliche Gebrauchsgegenstände oder größere Skulpturen - der Kreativität und dem Ideenreichtum sind kaum Grenzen gesetzt. Darüber hinaus kann das Arbeiten mit Ton auch durchaus eine selbstzentrierende, beruhigende Wirkung in unserer sehr auf Sehen und Hören, aber nur noch in einem geringen Maße auf haptische Erfahrung ausgelegten Zeit haben. Und so bietet die VHS seit vielen Jahren ein kleines, aber feines Angebot an Kursen und Seminaren rund um das Material Ton.

N. Hajir, K. Luckmann, A. Schlößer, C.-H. Bösling
Bislang waren die räumlichen Bedingungen nicht wirklich optimal, am Samstag, dem 6. Februar 2010, war es jedoch endlich soweit: Die Töpferwerkstatt der VHS konnte nach langen Jahren des Schattendaseins in den Kellerräumen des Emma-Theaters endlich ein neues Domizil im Haus der Jugend beziehen. Im freundlichen, neu renovierten Raum an der Gildewart drängte sich ein gutgelauntes Publikum um Nadia Hajir vom Haus der Jugend, Kathinka Luckmann, verantwortliche Kursleiterin für den Töpferbereich der VHS sowie Angelika Schlößer und Dr. C.-H. Bösling.

Bei Sekt, Kaffee und Kuchen konnte man sich einen ersten Eindruck von den neuen Räumlichkeiten verschaffen, Kathinka Luckmann und ihre Kursteilnehmerinnen bei Vorführungen an der elektrischen Drehscheibe bewundern oder selbst einem Klumpen Ton eine neue Gestalt geben oder ihn in ein kleines Gefäß verwandeln.

Kathinka Luckmann

Möglich geworden war diese räumliche Veränderung, weil die gut angenommene Keramikwerkstatt im Haus der Jugend durch den Wechsel von Traudi Switala in den Ruhestand sozusagen verwaist war. Schnell kamen VHS und die Verantwortlichen vom Haus der Jugend überein, die gut nachgefragten Angebote gemeinsam weiterzuführen und auszubauen. Das Haus der Jugend ist wie bisher zuständig für den Kinder- und Jugendbereich, die VHS betreut die Kurse und Seminare für Erwachsene. Der Raum bietet Platz für 10 bis 15 Personen und es besteht die Möglichkeit, an einer der drei elektrischen Drehscheiben tätig zu werden, zu glasieren und anschließend auch dort in einem der drei Öfen zu brennen. Malerisch gelegen im Gebäudekomplex der alten Stadtmauer mit Zugang zum großen Innenhof bietet alleine schon der Raum an sich und seine Lage eine anregende Umgebung für das Ausüben dieser alten Handwerkskunst – werden auch Sie schöpferisch tätig!
VHS-Angebote rund ums Töpfern
Progammangebot Haus der Jugend