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Sally Perel in Osnabrück 

Sally Perel beeindruckte Osnabrücker Schüler

Sally Perel
Sally Perel
Sally Perel mit Schülerinnen und Schülern der Domschule Osnabrück im Cinema-Arthouse
Sally Perel mit Schülerinnen und Schülern der Domschule Osnabrück
Sally Perel mit Schülerinnen und Schülern der Domschule Osnabrück
 

Schon seit 10 Jahren kommt Sally Perel, der Hitlerjunge Salomon, immer wieder aus Israel nach Osnabrück. Auch dieses Jahr hatte ihn Fachbereichsleiter Dr. Carl-Heinrich Bösling im Rahmen der VHS-Zeitzeugenreihe wieder eingeladen, um vor Schülern von insgesamt 6 Osnabrücker Schulen zu sprechen. Insgesamt mehr als 850 Schülerinnen und Schüler hörten gebannt den Ausführungen seiner ungewöhnlichen Lebensgeschichte zu. In der Uniform eines Hitlerjungen hatte er den Holocaust an seinem Volk überlebt. Viele Jahre nach dem Ende des Krieges schrieb er seine Erinnerungen nieder. Daraus wurde ein Bestseller, der noch heute hohe Auflagen erzielt. Perel zeigte sich bei seinem Besuch beeindruckt von der guten Vorbereitung der Schulen. Viele hatten sein Buch gelesen, alle den daraus von der Regisseurin Agniezka Hollands inszenierten Film gesehen. Entsprechend intensiv waren die Diskussionen mit den Schülern, die von Sally Perel eindringlich vor neonazistischen Tendenzen gewarnt wurden. "Mein Auftrag an Euch ist: stellt Euch dieser brauen Schande entgegen! Ich habe in meiner Jungend solche rechten Aufmärsche schon einmal erlebt, wir müssen verhindern, dass es wieder so weit kommt," forderte Perel die Schüler auf.

Mittlerweile haben fast 15.000 Schülerinnen und Schüler an Veranstaltungen mit Zeitzeugen teilgenommen, die von der Osnabrücker Volkshochschule organisiert wurden. Dabei waren vorrangig Opfer des Nationalsozialismus eingeladen aber auch, wie in der aktuellen Reihe "Staatsfeinde", mehrfach auch Opfer des Stalinismus oder des DDR-Unrechts. "Denn auch dieses Kapitel der deutschen Geschichte muss objektiv aufgearbeitet werden" fordert Dr. Carl-Heinrich Bösling von der VHS nachdrücklich, "wenn wir blinde Flecken in unserem Geschichtsbild vermeiden wollen."

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