Neue Schubkraft bekommt die ehrenamtliche Integrationsarbeit in Osnabrück durch 15 frisch gebackene IntegrationslotsInnen, darunter 12 Frauen und 3 Männer. Neben einigen Einheimischen stammen sie aus so unterschiedlichen Herkunftsländern wie Peru, Brasilien, Polen, Kasachstan, Indien, Sri Lanka, Vietnam und China. Ihr Rüstzeug für ihr zukünftiges Engagement erhielten sie in einem Basislehrgang der Volkshochschule. Die Inhalte reichten von den Formen der Zuwanderung über Gesetze und staatliche Hilfen bis zur kompetenten Gesprächsführung und Reflexion der eigenen Erfahrungen, den Chancen und Grenzen im Ehrenamt.
Mit einem „großen Dankeschön“ wurden die IntegrationslotsInnen von der VHS-Fachbereichsleiterin Astrid Dinter verabschiedet und bekamen ihre Zeugnisse von Jochen Weber, dem Leiter des städtischen Referates für Bildung, Sozialplanung und Integration, überreicht. Er sprach von einer „Zeitenwende“ in der Integrationsarbeit, denn jetzt gelte es vom bisherigen „friedlichen Nebeneinander her“ zu einem „friedlichen Miteinander“ zu kommen. Dabei sprach Weber den frisch gebackenen Integrationslotsen eine Schlüsselrolle zu, denn viele von ihnen seien „durch ihre eigenen Migrationserfahrungen ganz nah dran und somit ideale Mittler zwischen den Kulturen.“
Die mittlerweile rund 65 ehrenamtlichen Integrationslotsen, die an der Volkshochschule Osnabrück ausgebildet wurden, sind in Osnabrück in einem Netzwerk zusammengeschlossen, das durch die Stadt koordiniert und unterstützt wird. Sie arbeiten insbesondere in den zahlreichen Vereinen und Initiativen der aus rund 130 verschiedenen Nationen stammenden Zuwanderern in Osnabrück.



