Neue Schubkraft bekommt die ehrenamtliche Integrationsarbeit in Osnabrück durch 17 frisch gebackene Integrationslotsinnen, die untern anderem aus Russland, Brasilien und der Türkei stammen. Ihr Rüstzeug für ihr zukünftiges Engagement erhielten sie in einem Basislehrgang der Volkshochschule. Die Inhalte reichten von den Formen der Zuwanderung über Gesetze und staatliche Hilfen bis zur kompetenten Gesprächsführung und Reflexion der eigenen Erfahrungen.
"Zeitenwende" in der Integration
Mit einem „großen Dankeschön“ bekamen die Integrationslotsinnen ihre Zeugnisse von Jochen Weber, dem Leiter des städtischen Referates für Bildung, Sozialplanung und Integration, überreicht. Er sprach von einer „Zeitenwende“ in der Integrationsarbeit, denn jetzt gelte es vom bisherigen „friedlichen Nebeneinander her“ zu einem „friedlichen Miteinander“ zu kommen. Dabei sprach Weber den Integrationslotsinnen eine Schlüsselrolle zu, denn diese seien „durch ihre eigenen Migrationserfahrungen ganz nah dran und somit ideale Mittler zwischen den Kulturen.“
Die mittlerweile rund 50 ehrenamtlichen Integrationslotsen in Osnabrück sind in einem Netzwerk zusammengeschlossen, dass durch die Stadt koordiniert und unterstützt wird. Sie arbeiten insbesondere in den zahlreichen Vereinen und Initiativen der aus rund 130 verschiedenen Nationen stammenden Zuwanderer in Osnabrück.



