Wie können Lebenskrisen, seelische Schwierigkeiten und Beziehungsprobleme im privaten und beruflichen Alltag besser bewältigt werden?
Auf diese für viele Menschen existentielle Frage möchte eine aktuelle VHS-Vortragsreihe praxisnahe Antworten und Lebenshilfen geben. Profilierte Buchautoren und Psychotherapeuten beleuchten an fünf Abenden die wichtigsten Gründe für psychosoziale Krisen und seelische Erkrankungen und zeigen "Psychologische Wege zu mehr Freiheit und Lebensglück" auf.
Die Reihe startet am Mittwoch, den 1. November, mit dem Vortrag "Wie gewinne ich mehr Selbstwertgefühl und Identität?" Der Heidelberger Diplompsychologe und Psychotherapeut Gerhard Krumbach zeigt an diesem Abend, wie Erkenntnisse aus Kommunikationsforschung und der eigenen psychotherapeutischen Praxis Menschen zu mehr Selbstvertrauen, innerer Sicherheit und einem gelassenen Lebensgefühl verhelfen können.
Wie Menschen sich selbst und andere besser verstehen können, führt die Pädagogin und Buchautorin Monika Gruhl anhand des Enneagramms, einem populären Persönlichkeitsmodell, näher aus. Sie vermittelt dabei auch Einsichten in problematische Persönlichkeitsstile und Beziehungsmuster – denn wer seelische Schwierigkeiten überwinden will, muss sich selbst und die eigenen schädlichen Verhaltensmuster kennen, um sie überwinden zu können.
Beziehungsprobleme in Ehe und Partnerschaft sowie die Psychologie der Liebe stehen am 15. November im Mittelpunkt. Die Paartherapeutin und Diplompsychologin Bärbel Neumann beleuchtet die Entwicklungsdynamik in der Partnerschaft näher und beschreibt Wege, wie man konstruktiv Beziehungskrisen überwinden und eine glückliche Beziehung bewahren kann.
Kraft zur Veränderung
"Woher kommt die Kraft zur Veränderung?" fragt der Hamburger Logotherapeut Dr. Stephan Peeck in seinem Beitrag am 22. November. Der Autor des erfolgreichen Buches mit dem gleich lautenden Titel arbeitet in seinem Vortrag typische Barrieren heraus, die uns auf dem Weg der Veränderung zu mehr seelischer Freiheit immer wieder blockieren und eröffnet Zugänge zu verschütteten Selbstheilungskräften und seelischen Energien.
Zum Abschluss der Reihe am 29. November stellt der Psychologe Prof. Dr. Randolph Ochsmann von der Universität Mainz die "Logotherapie als eine wissenschaftliche Schule der Lebenskunst" vor. Diese Schulrichtung der Psychotherapie betont, dass der Weg zu dauerhaftem Lebensglück nur über die Entdeckung eines persönlichen Lebenssinns führt. Prof. Ochsmann, selbst Logotherapeut, ist davon überzeugt, dass jeder Mensch selbst in schweren Lebenskrisen ein Gefühl von Lebenssinn entwickeln und durch die Logotherapie persönliche Zukunftsperspektiven entdecken kann.
Alle Vorträge finden im Haus der Volkshochschule, Bergstr. 8, um 19.30 Uhr statt. Bei einer Voranmeldung für die Vortragsreihe ist eine Gebührenermäßigung möglich.


