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Wulff lobt VHS 

Dickes Lob vom Ministerpräsidenten

Ein dickes Lob spendete der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff der Volkshochschule der Stadt Osnabrück bei einem Überraschungsbesuch: „Die VHS leistet hervorragende Arbeit und engagiert sich vorbildlich im sozialen Bereich“ resümierte er.
Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Katrin Trost und besuchte Wulff an der VHS auch eine mit Unterstützung des Landes Niedersachsen eingerichtete Schulklasse im 2. Bildungsweg. „Wir müssen“, so Wulff, „schon möglichst früh anfangen Jugendliche bei ihrem Weg ins Arbeitsleben zu unterstützen“. Angesichts einer angespannten Arbeitsmarktlage mahnte er aber auch, dass nur ein qualifizierter Schulabschluss die Türen zur Ausbildung öffnen würde. Er ermunterte die 30 Schüler und Schülerinnen zwischen 16 und 30 Jahren, darunter auch einige allein erziehende Mütter, ihre Zukunft noch einmal in die Hand zu nehmen und die an der VHS gebotene zweite Chance zu ergreifen. Zugleich versprach er, zum Abschluss des Schuljahres im nächsten Juni noch einmal wieder zu kommen. Er hoffe dann, „möglichst viele von Ihnen mit einem guten Zeugnis in der Tasche wieder zu sehen.“

Pilotprojekt mit Bundesagentur für Arbeit?

Zugleich kündigte Christian Wulff an, eine Lösung für jene 50 Jugendlichen zu finden, die keinen Platz mehr in den acht Klassen des Sekundarbereichs I der VHS ergattern konnten. Er sähe gute Chancen, gemeinsam mit dem Leiter der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise,  ein Pilotprojekt an der VHS Osnabrück für Jugendliche ohne qualifizierten Schulabschluss einzurichten.
Im Hintergrundgespräch mit dem Ministerpräsidenten unterstrich VHS-Direktor Dr. Johannes Hartkemeyer die „soziale Funktion der Volkshochschule“. Mehr als 50 Prozent des Angebots seien gemeinwohlorientierte Bildung, darunter das Nachholen von Schulabschlüssen, die Alphabetisierung und auch Deutsch als Zweitsprache. „Ohne diese Angebote“, so Hartkemeyer, „bliebe vielen Menschen die berufliche, soziale und kulturelle Integration in unsere Gesellschaft verwehrt.“
Mit auf den Weg nach Hannover gab er dem Ministerpräsidenten den Wunsch, für den Zweiten Bildungsweg fest angestellte Lehrer mit zu finanzieren. „Nur mit Honorarkräften ist diese Herausforderung nur schwer zu bewältigen, insbesondere auch angesichts der mit vielen Problemen und Nöten zu uns kommenden Jugendlichen“ meinte der VHS-Direktor.

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