Mit "einem herzlichen Dank für das ehrenamtliche Engagement" konnte Kultus- und Sozialdezernent Reinhard Sliwka jetzt 15 neuen IntegrationslotsInnen ihre Zeugnisse überreichen. Die TeilnehmerInnen aus Deutschland und verschiedenen Ländern Osteuropas, Asien, Afrikas und Südamerikas hatten sich in einem VHS-Basislehrgang fit in zentralen Bereichen und Themen der Zuwanderung gemacht.
Die Inhalte reichten von den Formen der Zuwanderung über Gesetze und staatliche Hilfen bis zur kompetenten Gesprächsführung und Reflexion der eigenen Erfahrungen. Im Kurs bot sich ihnen auch die Möglichkeit, hautnah Menschen aus anderen Kulturen und dabei auch die eigenen Vorurteile kennen zu lernen. Die zentrale Motivation zur Teilnahme an diesem Kurs brachte Mariusz Prochotta auf den Punkt: "Es ist schwer, sich ohne Hilfe zu integrieren. Ich habe diese Hilfe in Osnabrück bekommen und möchte nun auch anderen helfen." VHS-Direktor Dr. Johannes Hartkemeyer sah die Volkshochschule in diesem Sinne auch als ein "Brückenbauer zwischen den Kulturen" und wies auf den "hohen Stellenwert der Integrationsarbeit" in seinem Hause hin.
Für Reinhard Sliwka nimmt Osnabrück mit dem von der Universität Osnabrück mittlerweile positiv evaluierten Integrationslotsenmodell "wieder einmal eine Vorreiterrolle" ein. Er hofft, dass das Modell nun auch auf andere Städte in Deutschland ausgeweitet wird. Helfen soll dabei ein jetzt fertig gestelltes Handbuch von Christina Müller-Wille, die das Qualifizierungs-Konzept entwickelt hat.
In Osnabrück startet im Herbst ein neuer Qualifizierungs-Lehrgang für Integrationslotsen an der Volkshochschule. Nähere Infos unter 0541-323-2196.



