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Rückblick auf Helmuth Jungnickel 

"Der Mister"

Ein Bericht von Astrid Dinter

21 Jahre Fachbereichsarbeit in einem Team - das ist schon eine lange Zeit, die Helmuth Jungnickel und mich verbunden hat - dazu noch in verwandten Themenbereichen mit vielen inhaltlichen Berührungspunkten!
Als „dienstälteste“ pädagogische Mitarbeiterin in diesem Hause will ich versuchen, einen kleinen Rückblick auf die Entwicklung im Fachbereich „Fremdsprachen“ zu geben, den Helmuth Jungnickel 31 Jahre lang an unserer Volkshochschule geleitet und geprägt hat.
Am 1. Mai 1975, zehn Jahre vor mir, wurde er als zweiter pädagogischer Mitarbeiter der VHS Osnabrück eingestellt – damals noch ein eher ungewöhnliches Unterfangen, während die Neubesetzung von PädagogInnenstellen heute zum Alltag einer jeden Volkshochschule gehört.
Helmuth Jungnickel bekam den Zuschlag und ist dieser Volkshochschule trotz seiner Nestfluchttendenzen - die sich im Laufe der Jahre eher in Form seiner Urlaubsfernreisen äußerten – gut drei Jahrzehnte treu geblieben.
Beginnend mit 88 Kursen im Zweiten Semester 1975 baute er den inzwischen zweitgrößten Fachbereich auf gut 8.000 Unterrichtsstunden aus. Das beinhaltet ein Spektrum von 260 Kursen jährlich in 15 Sprachen – angefangen mit dem größten Bereich Englisch (deshalb wurde er auch „der Mister“ genannt) über Französisch, die romanischen und slawischen Sprachen, die Sprachen der skandinavischen Länder bis hin zu Chinesisch und Japanisch.
62 Programme sind seitdem über seinen Schreibtisch gegangen; schätzungsweise 97.000 TeilnehmerInnen und 2.000 Prüflinge hat er in dieser Zeit betreut.
Uns KollegInnen war er ein durchaus eigenwilliger, manchmal auch unbequemer, aber stets integrer Kollege, der immer für die Interessen seines Fachbereichs einstand.
Am 31. März 2006 ging er in seinen wohlverdienten Vorruhestand. Wir verabschieden uns von ihm mit einem lachenden und einem weinenden Auge: weinend, weil wir einen vertrauten, lieben Kollegen verloren haben, lachend, weil eine junge, engagierte Kollegin mit vielen neuen Ideen seinen Platz eingenommen hat.

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